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DE0007030009 703000 -   € -   €
 
 
 

Rheinmetall-Aktie: Capital Markets Day untermauert die positive Sicht


20.06.2012
Warburg Research

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Christian Cohrs, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Rheinmetall (ISIN DE0007030009 / WKN 703000) unverändert mit dem Votum "kaufen" ein.

Der zweitägige Capital Markets Day habe gute Einblicke, aber auch Bestätigung der Prognosen ergeben. Die Konzentration des CMDs habe einzig auf dem Geschäftszweig Defence gelegen. Es sei kein Update zu Automotive gegeben worden. Bezüglich des avisierten Börsengangs von KSPG vor der Sommerpause habe der CEO gesagt, dass das Unternehmen dies äußerst flexibel handhaben werde, dass es jedoch von der weiteren Entwicklung der Kapitalmärkte abhängig sei. Am Tag 1 hätten Strategie, Aufgaben und Aussichten der einzelnen Geschäftsaktivitäten im Bereich Defence gestanden. Tag 2 habe aus einer Führung an Rheinmetalls Messestand auf der Eurosatory (mehr als 1.300 Aussteller aus 54 Ländern und ca. 54.000 Besucher) in Paris bestanden.

Die wichtigsten Punkte: Dem Management zufolge werde der Geschäftszweig Defence bis Ende Juni eingehende Aufträge von EUR 700 bis 800 Mio. verzeichnet haben. Dies sei eine herausragende Zahl. In den vergangenen Quartalen habe der Auftragseingang bei EUR 430 bis 530 Mio. gelegen. Es scheine, dass einige verspätete Projekte endlich hätten realisiert werden können. Ein Book-to-Bill für 2012 von mindestens 1x sollte jetzt in Sichtweite sein. Leider werde der Multimilliarden-Euro-Auftrag in Australien (für Militärfahrzeuge) nicht dieses Jahr, sondern erst in 2013 vergeben. Das Management habe bestätigt, dass dieses Projekt weder infrage gestellt noch von den Sparmaßnahmen in den öffentlichen Haushaltskosten betroffen sei.

Für 2014 sei ein divisionaler Umsatz von EUR 3 Mrd. anvisiert und eine Rückkehr zu zweistelligen Margen. Dies vergleiche sich mit einem 2011er Umsatzziel von EUR 2,5 Mrd. und einer wahrscheinlichen operativen Marge zwischen 8 und 9%. Das EUR 500 Mio. Umsatzdelta sei bereits zu einem Teil abgedeckt durch vertraglich fest vereinbarte höhere Stückzahlen bei den Fahrzeugen Puma, Boxer und Fuchs.

Das Unternehmen beabsichtige, die Kosten bei seinem Geschäft mit militärischen Rad- und Kettenfahrzeugen zu reduzieren, einschließlich einiger Personalentlassungen in den Fabriken in Kiel und Kassel. Die Analysten würden mit jährlichen Ersparnissen von rund EUR 10 bis 15 Mio. rechnen.


Dem Management zufolge stehe eine Konsolidierung des europäischen Marktes für Landsysteme/ Wehrtechnik bevor. Langfristig dürften lediglich zwei Anbieter verbleiben. Es habe bekannt gegeben, potenzielle Erlöse aus dem Börsengang von KSPG in die Wehrtechnik zu investieren. Rechne man EUR 1 Mrd. ungenutzte Kreditlinien hinzu, dann werde klar, dass das Management bei Übernahmen in großen Maßstäben denke.

Das Management habe den Analysten sein Produktportfolio präsentiert. Dieses habe neu entwickelte, taktische Fahrzeuge wie das Boxer-Führungsfahrzeug (Serienauftrag für RHM: 85 Einheiten für Deutschland und 200 Einheiten für die Niederlande, Auftragsvolumen EUR 775 Mio., Produktionsbeginn 2009) und das AMPV (5-9-Tonnen-Klasse, Mehrzweckfahrzeug einschließlich Grenzkontrolle, Entscheidung der deutschen Regierung in H2/2012 erwartet, Voranschlag 100 Fahrzeuge, potenzielles Volumen EUR 75 bis 100 Mio.) beinhaltet. Die Internationalisierung werde das Wachstum in der Wehrtechnik unterstützen. Der Exportanteil des Auftragseingangs sollte 2012 bis 2014 von 72% in 2011 auf 82% ansteigen, was die Abhängigkeit von einzelnen Kunden begrenze.

Der CMD bestätige die positive Sicht der Analysten auf die Aktie. Die Anzeichen auf einen starken Auftragseingang in Q2 sowie die Ambitionen des Managements für 2014 (die über ihren Erwartungen lägen) würden ihre Ansicht untermauern, dass die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen von Sparmaßnahmen auf das operative Geschäft übertrieben seien. Der Defence-Geschäftszweig sei sicherlich mit einem schwierigen Marktumfeld konfrontiert und müsse sich um hausgemachte Probleme kümmern.

Die Analysten würden jedoch keine Gerechtfertigung dafür sehen, dass die Aktie deutlich unter ihrem Buchwert (EUR 38) und auf Multiplikatoren am unteren Ende von Defence-Peers notiere (0,6x (EV/EBITDA) und 6,9x (KGV)), obwohl sie operativ und finanziell gut da stehe und mit einem komfortablen Orderbuch ausgestattet sei.

Die Analysten von Warburg Research bekräftigen ihre Kaufempfehlung für die Rheinmetall-Aktie. Das Kursziel werde von 69,00 auf 59,00 Euro gesenkt. (Analyse vom 19.06.2012) (20.06.2012/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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